Wie wird der Krankheitsverlauf eingeschätzt?
Um den Krankheitsverlauf einschätzen zu können, wurden sog. prognostische Scores entwickelt. Mit Hilfe solcher Scores werden Patienten verschiedenen Risikogruppen zugeordnet, die Aufschluss darüber geben, wie gefährlich ein bestimmtes MDS ist und wie man es aufgrund der Prognose am besten behandelt.
IPSS und WPSS Prognose-Scores
Der IPSS (International Prognostic Scoring System) Score ist der am weitesten verbreitete Prognose-Score. Der IPSS berücksichtigt, wie hoch der Anteil an Blasten im Knochenmark ist, wie die Erbanlagen beschaffen sind (z. B. Anzahl und Struktur der Chromosomen) und wie viele blutbildende Zelllinien von der Erkrankung betroffen sind. Je nach Scorewert ergeben sich vier Risikogruppen: niedrig, niedrig bis mittel („intermediär-1“), mittel bis hoch („intermediär-2“) und hoch.
Eine gängige Alternative zum IPSS ist der WPSS (WHO adapted Prognostic Scoring System) Score. Die Einteilung erfolgt hier auf Grundlage der WHO-Klassifikation (s. Kapitel „Einteilung“) und der Beschaffenheit der Erbanlagen. Außerdem wird berücksichtigt, ob ein Patient Transfusionen benötigt. Je nach Scorewert ergeben sich fünf Risikogruppen: sehr niedrig, niedrig, mittel, hoch und sehr hoch.
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MDS-Register
Das MDS-Register ist Basis für zahlreiche Projekte, die das Ziel verfolgen, unser Wissen über MDS zu erweitern. Mehr dazu erfahren Sie auf der Internetseite des MDS-Registers.
Die FAB- und WHO-Klassifikationen
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Broschüre: „Begriffe aus der Hämatologie“

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